Bahnhof? Damit Sie verstehen, worum es geht - unser Lexikon:

A (2) | B (7) | C (2) | D (2) | E (2) | F (5) | G (4) | H (3) | I (1) | K (7) | L (4) | M (6) | O (3) | P (6) | R (1) | S (8) | T (1) | W (13)
Härten


Beim Härten unterscheidet man hier zwischen Einsatzhärten, Randschichthärtung und Induktivhärten.

Hochdruckpumpe, Wasserstrahlschneidanlage

Die Hochdruckpumpe dient zur Erzeugung eines möglichst pulsationsfreien Hochdruckwasserstrahles. Einfachste Ausführungen werden mit Druckluft betrieben, die über einen Druckübersetzer den Hochdruck liefern. Aufgrund des schlechten Wirkungsgrades kommt dies aber nur für Anlagen im Low-End-Bereich zum Tragen. In der Regel werden beim Wasserstrahlschneiden Hochdruckpumpen eingesetzt, die eine Hydraulikeinheit verwenden [der Wirkungsgrad liegt bei ca. 65%]. Diese Einheiten erzeugen ölhydraulisch einen Vordruck von bis etwa 200 bar. Der Druck ist bei besseren Pumpen über ein Proportionalventil beliebig ab regelbar. Das komprimierte Öl wird in den Hydraulikzylinder des Hochdruckübersetzers gepumpt. Hier wirkt das Öl auf eine Kolbenstange mit einem Übersetzungsverhältnis von etwa 20:1 (Hydraulikfläche zur Wasserfläche). Somit lassen sich Drücke bis in den Bereich von etwa 4000 bar erzeugen. Das Hochdruckwasser, das den Hochdruckzylinder verlässt, gelangt in einen sogenannten Pulsationsdämpfer. Hierbei handelt es sich um einen Gashochdruckspeicher, einen „Pufferzylinder“ (meist mit einem oder zwei Liter Volumen), der die Druckschwankungen bei Umkehrung des Hydraulikkolbens dämpfen soll. Je größer die Pufferflasche, desto besser die Schneidleistung und -qualität. HD-Pumpen können über mehrere Hochdruckübersetzer und Pufferflaschen verfügen. Die Leistung heutiger Anlagen liegt zwischen etwa 11–149 kW. Die Fördermenge kann bis zu 15,2 Liter pro Minute betragen. Seit neuestem werden Schneidpumpenaggregate, die mittels Plungerpumpen einen Druck von 3800 bar erzeugen, eingesetzt. Hierbei kann auf den Umweg über Hydraulik verzichtet werden. Bei diesen Wasserstrahl-Schneidpumpenaggregaten wird die Hochdruckpumpe direkt angetrieben, sodass ein Wirkungsgrad von über 90% erreicht wird. Aufgrund der Triplex-Charakteristik ist die Pulsation so gering, dass zusätzlich auf einen Pulsationdämpfer verzichtet werden kann. Im Leistungsbereich können mit dieser Technik bis 750 kW Antriebsleistung umgesetzt und dabei ein Volumenstrom bis zu 100 l/min bei 3800 bar erzeugt werden.

Hülsenschweißen

Dieses ist ein Spezialverfahren des Lichtbogenschweißens mit magnetisch bewegtem (rotierendem) Lichtbogen – MARC:  Die Abkürzung MARC steht für Magnetic Rotating Arc.

Das Schweißen mit magnetisch bewegtem Lichtbogen erweitert das Einsatzgebiet des Bolzenschweißens. Das Verfahren ist im Ablauf dem Hubzündungsbolzenschweißen ähnlich, jedoch wird mit einem rotierenden Lichtbogen gearbeitet. Der MARC-Prozess ist  eine äußerst wirtschaftliche Verbindungstechnik. Die Vorteile des MBL (MBP)-Schweißens (Steuerung des Wärmeeintrages für hülsenförmige Bauteile durch  einen magnetisch bewegten Lichtbogen) werden mit denen des Lichbogenbolzenschweißens  mit Hubzündung  (einfache und preiswerte Gerätetechnik), Schweißzeiten liegen  im Bereich von Millisekunden) kombiniert.  Die Möglichkeit der Verschiebung der Lichtbogensäule  durch ein äußeres Magnetfeld  ist die Grundlage für dieses Verfahren. Das Schweißverfahren zeichnet sich durch sehr kurze Schweißzeiten, geringe Wärmebelastung, niedrigen Energiebedarf, genaues Endmaß und eine hohe Wirtschaftlichkeit aus. Die Rotation des Lichtbogens , und damit ein konzentrierter und gleichmässiger Energieeintrag über die Schweißfläche , wird durch ein separates Magnetfeld im Schweißspalt erzielt . Es ermöglicht das verzugsarme und spritzerfreie Verschweißen von  Hülsen und Muttern bis zum 30 mm Aussendurchmesser, vorzugsweise aus hochlegierten rostfreien Stählen mit ebener Anschweißfläche  bis 5 mm Werkstückdicke. Es sind gas- und druckdichte Schweißungen  auf gelochten und ungelochten Bauteilen möglich.