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Komplettbearbeitungsmaschine

Die Komplettbearbeitungsmaschine kann neben der Fräsbearbeitung auch noch andere Bearbeitungsschritte durchführen. Verschiedenste Technologien, wie beispielsweise Fräsen, Bohren, Tieflochbohren, Verzahnen, Messen oder Abwälzfräsen werden in Komplettbearbeitungamaschinen realisiert.

Der Aufbau einer Komplettbearbeitungsmaschine stellt eine Kombination zwischen Drehmaschine und Bearbeitungszentrum dar. Das Maschinenbett, der Hauptantrieb, die Werkstückspannung und Abstützung (z. B.: durch Lünetten oder Reitstock)ähneln einer Drehmaschine. Der Werkzeugträger, das Werkzeugwechselsystem sind ähnlich wie bei einem Bearbeitungszentrum ausgelegt. Besonderes Augenmerk muss bei der Komplettbearbeitungsmaschine auf das Werkzeugsystem gelegt werden. Die Werkzeugschnittstelle muss sowohl die Aufgaben der statischen Drehwerkzeuge aber auch die der rotierenden Fräs- und Bohrwerkzeuge erfüllen.

Komponent

Ein Komponent ist ein Bauteil bzw. ein Einzelteil eines technischen Komplexes, ein Einzelteil einer Baugruppe oder eine Baugruppe als einzelnes Teil einer Anlage oder eines Systems. Es sind Baugruppen einer Anlage oder eines Systems, ohne die das gesamte System gar nicht oder nur eingeschränkt funktionieren würde.

Komponenten, Elektrische

Die Anbindung, Vorbereitung und Montage von Bauteilen für den Einsatz von elektrischer Energie wie z.B. Generatoren oder Elektromotore.
Ein elektrischer Generator  ist eine elektrische Maschine, die Bewegungsenergie oder mechanische Energie in elektrische Energie wandelt und damit technisch gesehen das Gegenstück zu einem Elektromotor ist, der umgekehrt elektrische Energie in Bewegungsenergie wandelt.

Komponenten, Hydraulische

Die Anbindung, Vorbereitung und Montage  von Bauteilen zur Verwendung  von Flüssigkeit zur Signal-, Kraft- und Energieübertragung wie z.B. der Hydraulikmotor.

Komponenten, Pneumatische

Die Anbindung, Vorbereitung und Montage von Bauteilen für den Einsatz von Druckluft  wie z. B. Kompressoren.

Kondensator-Impulsschweißen

Das Kondensator-Impulsschweißen, auch als CD-Schweißen (Capacitor Discharge)/ KE-Schweißen (Kondensatorentladungsschweißen), Transformierten Kondensatorentladung, Fulmidurschweißen oder Perkussionsschweißen bezeichnet, unterscheidet sich vom konventionellen Widerstandsschweißen.

Die Energie wird über die aufgeladenen Kondensatoren an die spezielle Transformatoren [Pulstransformatoren] auf das Werkstück abgegeben. Vorteile dieses Verfahrens sind sehr hohe Schweißströme (> 500 kA), der steile Stromanstieg, die kurze Schweißzeit und somit durch die Energiekonzentration eine kleinere Wärmeeinflusszone im Bauteil (kurze Schweißzeiten minimieren Hitzeentwicklung). Das ermöglicht auch das sichere Schweißen von hochfesten Stählen.
Die Kondensatoren wirken wie eine Spannungsquelle mit einem geringen Innenwiderstand. Ab dem Beginn der Entladung wechselt der Strom die Polarität und sinkt vom Maximalwert auf null ab. Er fließt also in entgegengesetzter Richtung zum Ladestrom. Die Spannung UC verhält sich wie der Strom. Sie sinkt vom Maximalwert auf Null. Die Polarität bleibt erhalten. Wenn kein Strom mehr fließt, ist/sind der/die Kondensatoren entladen.
Das Schweißen mittels eines Hochstromimpulses wird durch zwei Parameter gekennzeichnet. Diese sind die Schweißkraft und die Schweißenergie (Ladespannung der Kondensatoren bzw. Anzahl der Kondensatoren). Die Schweißparameter werden auf die zu verschweißende Teile abgestimmt und entsprechend eingestellt.
Besonderheiten
Die Besonderheiten des KE/CD-Schweißen sind durch folgende Verfahrensmerkmale zu beschreiben:
Schneller Stromanstieg, kurze Schweißzeit, hohe Schweißströme, geringe Wärmeeinleitung,
geringe Netzbelastung, hohe Reproduzierbarkeit durch Einstellung von nur zwei Schweißparametern, Schweißen von Werkstücken unterschiedlicher Materialdicke, Schweißen von Werkstücken unterschiedlicher Materialdicke, Schweißen von unterschiedlichen Werkstoffen möglich (z. B. Stahl, Messing), Schweißen von legierten Edelstählen, Schweißen von Dünnblech, Schweißen von Werkstücken ohne Verzug, Schweißen von Werkstücken mit galvanischen Überzügen , der Überzug bleibt dabei dann erhalten, Schweißen von hochkohlestoffhaltigen oder gehärteten Werkstücken möglich, einfache Qualitätssicherung durch Protokollieren der Schweißdaten: Energie, Kraft und Weg, keine Elektrodenkühlung erforderlich, hohe Elektrodenstandzeiten durch kurzen Schweißimpuls.
Einer der größten Vorteile dieses Schweißens/Fügens ist, dass durch den schnellen Stromanstieg und die damit einhergehende, schnelle Wärmeeinleitung in die Schweißgeometrie die Prozesstemperatur an der Schweißstelle erreicht wird, bevor es zu einer Erwärmung des umgebenden Materials kommt.
Ziel jeder Schweißung wie bei allen anderen Widerstandsschweißverfahren ist es ja, letztlich der Schweißstelle so viel Energie zuzuführen, dass neben der für das Erwärmen der Schweißgeometrie notwendigen Menge, auch die in Bauteile und Elektroden abgeleitete Verlustwärme kompensiert wird.
Verfahrensbedingt wird die zum Schweißen benötigte Energie/Leistung aus einer in ihrer Größe variablen Kondensatorbatterie abgegeben. Die maximale Energie und der Höchstschweißstrom der Maschinen bestimmt sich so nur durch die Baugröße der Maschine und ist unabhängig vom Netzanschluss.
Außerdem entstehen in der Netzleitung keine hohen Stromspitzen, weil der Kondensator relativ langsam (1-2 Sek.) (je nach der Menge der Ladekondensatoren) geladen wird (in den Schweißpausen). Ein Nachteil ist die Alterung der Kondensatoren, die oft nach einigen Jahren an Kapazität verlieren. Wegen der Verwendung von Hochspannung (> 3 kV) wird das Kondensator-Impulsschweißen als Sonderverfahren angesehen. Es wird zur Erzeugung höchster Schweißströme insbesondere bei gut leitfähigen Schweißpartnern und kleinen Schweißstellen angewendet.
Das Kondensator-Impulsschweißen ist  kein eigenständiges Schweißverfahren, sondern gehört zur Gruppe des Widerstandsschweißens und hierbei zur Untergruppe des konduktiven Preßschweißens der Punkt- bzw. Buckelschweißung.
Nicht verwechselt werden darf das hier beschriebene Kondensator-Impulsschweißen (Widerstandsschweißverfahren) mit dem gleichfalls mit Kondensatorentladung funktionierenden Lichtbogenbolzenschweißen (Lichtbogenschweißverfahren) oder dem Schweißen mit elektromagnetischer Puls Technologie.

Kopierfräsmaschinen

Kopierfräsmaschinen (oder auch Nachformfräsmaschine) tasten mit verschiedenen Methoden Modelle oder Schablonen ab und übertragen die Bewegung mechanisch, hydraulisch oder elektromechanisch an das Fräswerkzeug (automatisches Pendel- oder Umrissfräsen). Mit einer Rund-Nachformfräseinrichtung können durch Drehen des Werkstücks und Modells beliebige, auch umlaufende, Konturen gefräst werden. Somit lassen sich ohne numerische Steuerung komplizierte Werkstücke erstellen, jedoch lohnt sich die Herstellung einer Schablone erst bei hohen Stückzahlen.