Widerstandsrollennahtschweißen

Oder auch Rollennahtschweißen genannt, dort sind die Elektroden als Drehkörper ausgeführt, und es kann im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Schweißmethoden auch während des Schweißvorganges eine Bewegung zwischen den zu fügenden Bauteilen und den Rollenelektroden stattfinden. Eine Rollennahtschweißung kann nach verschiedenen Kategorien klassifiziert werden:

  • Nahtgeometrie
  • Überlappnahtschweißung (hierbei überlappen sich die Verbindungsstellen der zu fügenden Bauteile wie bei einer konventionellen Punktschweißung
  • Quetschnahtschweißung: die Verbindungsstellen überlappen sich nur geringfügig. Während des Schweißens werden die Bauteilkanten gequetscht. Die Quetschnaht ist eine Zwischenform  von Überlappnaht und Stumpfstoßnaht.
  • Stumpfstoßnahtschweißung: die zu fügenden Bauteile liegen plan nebeneinander und werden bei der Rollennahtschweißung unter Zuhilfenahme eines Zusatzwerkstoffes (Folie)
  • bei der Schweißung dauerhaft verbunden.
  • Schweißen ohne Drahtzwischenelektrode
  • Schweißen mit Drahtzwischenelektrode
  • Foliennahtschweißung: die Folie verbleibt nach der Schweißung als Zusatzwerkstoff im Bauteil
  • Schweißprogramm:
  • Dauerstromschweißung – die zu fügenden Bauteile bewegen sich kontinuierlich unter den Rollenelektroden vorbei und der Schweißstrom fließt quasi ohne Unterbrechung. Ein derartiges Schweißprogramm ist für die Erzeugung von Dichtnähten erforderlich.
  • Rollpunktschweißung – die zu fügenden Bauteile bewegen sich kontinuierlich. Der Strom fließt nur mit Unterbrechungen.
  • Schrittrollenschweißung – während der Schweißung stehen die zu fügenden Bauteile still, während der Bewegung von Rollenelektroden und Bauteilen fließt kein Schweißstrom.